Mathematik begegnet uns überall – in Mengen, Mustern, Zeit, Raum und sogar beim Blick in den Sternenhimmel. Im Dyskalkulie-Training
geht es darum, Zahlen und Zusammenhänge wieder begreifbar zu machen.
Manche Kinder erleben Mathematik als besonders herausfordernd. Zahlen, Mengen, Rechenzeichen oder Rechenwege wirken für sie oft verwirrend, obwohl sie sich bemühen und üben. Häufig entsteht dadurch Unsicherheit, Frustration oder das Gefühl: „Ich kann Mathe einfach nicht.“
Dyskalkulie ist keine Frage von mangelnder Intelligenz und auch kein Zeichen dafür, dass ein Kind zu wenig übt. Vielmehr verarbeitet das Gehirn Zahlen, Mengen und mathematische Zusammenhänge anders. Dadurch brauchen betroffene Kinder oft einen anderen Zugang zum Lernen: anschaulich, handelnd, strukturiert und mit ausreichend Zeit.
In meinem Dyskalkulie-Training geht es darum, genau hinzuschauen:
Wo steht das Kind gerade? Welche Grundlagen sind schon sicher? Wo entstehen Unsicherheiten? Welche Sinneswahrnehmungen und Teilleistungen brauchen noch Stärkung?
Denn häufig liegen die Schwierigkeiten nicht nur beim Rechnen selbst, sondern auch in Bereichen wie Aufmerksamkeit, Raumorientierung, visueller Wahrnehmung, Mengenauffassung, Merkfähigkeit oder im Erfassen von Strukturen. Diese Bereiche werden im Training beobachtet, aufgegriffen und gezielt gestärkt.
Ich arbeite mit Kindern individuell, wertschätzend und in kleinen, gut nachvollziehbaren Schritten. Mathematik soll nicht nur am Papier stattfinden, sondern zuerst begreifbar werden.
Dafür verwende ich verschiedene Materialien, zum Beispiel:
Steckwürfel
Holzmaterialien
Zahlen- und Mengenbilder
Material zum Legen, Sortieren und Vergleichen
anschauliche Veranschaulichungsmaterialien
Übungen über Bewegung und Sinneswahrnehmung
So kann ein Kind Mengen sehen, angreifen, bewegen, ordnen und vergleichen. Mathematische Zusammenhänge werden dadurch nicht nur auswendig gelernt, sondern Schritt für Schritt verstanden.
Im Dyskalkulie-Training arbeiten wir je nach Bedarf an grundlegenden mathematischen Fähigkeiten, zum Beispiel:
Mengen erkennen und vergleichen
Zahlenräume aufbauen
Zahlen zerlegen
Zahlbilder verstehen
Zehnerübergänge begreifen
Rechenwege nachvollziehen
Strukturen erkennen
Sicherheit im Umgang mit Zahlen entwickeln
Aufmerksamkeit beim Rechnen stärken
Dabei orientiere ich mich am Kind und an seinen individuellen Voraussetzungen. Jedes Kind bringt andere Stärken, Erfahrungen und Unsicherheiten mit. Deshalb gibt es kein starres Übungsprogramm, sondern ein Training, das genau dort ansetzt, wo Unterstützung gebraucht wird.
Gerade bei Dyskalkulie ist es wichtig, dass Kinder Mathematik erleben und begreifen dürfen. Über Bewegung, Anschauung, Sprache, Material und gezielte Wiederholung kann ein stabileres Verständnis entstehen.
Das Kind darf ausprobieren, legen, verschieben, zählen, vergleichen und entdecken. So werden Zahlen und Mengen nach und nach verständlicher und weniger belastend.
Mein Ziel ist es, Kinder zu stärken und ihnen wieder mehr Sicherheit im Umgang mit
Mathematik zu geben. Sie sollen erleben dürfen:
Ich kann etwas verstehen.
Ich darf in meinem Tempo lernen.
Ich bin nicht „schlecht in Mathe“, sondern ich brauche einen passenden Weg.
Dyskalkulie-Training bedeutet für mich:
nicht einfach mehr üben, sondern anders lernen – anschaulich, individuell und mit Herz.
Sie sind unsicher, ob ein Dyskalkulie-Training für Ihr Kind passend ist?
Gerne können Sie mir eine unverbindliche Anfrage senden.
Gemeinsam können wir besprechen, welche Unterstützung sinnvoll sein kann.
In diesem Erklärfilm des Bundesverbands Legasthenie und Dyskalkulie wird anschaulich gezeigt, warum Kindern mit Dyskalkulie der Umgang mit Zahlen und Mengen oft schwerfällt. Der Film macht Mut, genau hinzuschauen und betroffene Kinder frühzeitig passend zu unterstützen.